„Miteinander leben – Miteinander lernen“

Das Motto unserer Schule sollte der Titel unseres Projektes des dritten Ausbildungsjahres Kaufmann/-Kauffrau für Büromanagement sein. Lena Heid und Moni Zeller stellen dieses Projekt vor.

Was möchte ich lernen? Wo finde ich die passende Ausbildungsstelle? Welche Versicherungen, welches Konto benötige ich? Diese und viele weitere Fragen stellen sich Flüchtlinge, unsere Mitschüler, über das Leben hier in Deutschland. Unsere Klasse hat es sich im Fach Projektmanagement zur Aufgabe gemacht, zusammen mit den Schülern der Klasse Ausbildungsvorbereitung (AVdual), das Grundsystem in Deutschland zu erarbeiten. Unsere Motivation war es, zwischen den meist anderskulturellen Schülern und uns Brücken zu bauen und sie besser kennenzulernen.

Wir haben für die Partnerklasse bei der Firma Varta Micro-Battery GmbH & Co. KG in Ellwangen eine Betriebsführung organisiert, um gemeinsam zu erfahren, wie ist der Ablauf in einer Firma, was wird von den MitarbeiterInnen gefordert, wie wird in Produktion, Vermarktung und Absatz gearbeitet. Varta-Mitarbeiter zeigten uns Ihre Firma mit all ihren Facetten. Diese Erfahrung war für beide Seiten, Kooperationsklasse mit Flüchtlingen und uns, lehrreich und interessant.

Der zweite Teil unseres Projektes umfasste die Vorbereitung und Durchführung des World Cafés. Das World Café, auch „Markt der Möglichkeiten“ genannt, war das Highlight unserers Projekts. In feierlichem, mit Catering und Getränken durch Sponsoring unserer Ausbildungsbetriebe versorgtem Rahmen, zeigten wir gemeinsam mit unserer Partnerklasse am Vormittag anderen Mitschülern, Ausbildern und Lehrern unsere gemeinsam erarbeiteten Präsentationen zu den Theoriethemen:“ Rechte und Pflichten in der Ausbildung, Lohn- und Gehaltsabrechnungen, Grundlagen Finanzverwaltung, Versicherungen und vieles mehr“. Eine Ausstellung mit verschiedenen Infopoints komplettierte die Veranstaltung.

Das Projekt hat uns gezeigt, dass die Arbeit im Team und das Vertrauen gegenüber Kollegen den Arbeitsalltag erleichtern. Kommunikation, Kollaboration, Teamfähigkeit, Verständnis für Flüchtlinge und Andersdenkende, gegenseitige Wertschätzung und Respekt sind jetzt nicht mehr nur Worthülsen. Das Projekt hat uns auch gelehrt, wie man gemeinsam mit Unvorhergesehenem und Konflikten umgeht. Somit ist das Projekt für uns eine große Bereicherung. Beim Reflektieren des Prokjektes mit unserer Lehrerin, Frau Elisabeth Hägele, können wir feststellen: „Die Skepsis, die im Vorfeld gegenüber der Andersartigartigkeit von Menschen vorhanden war, ist nicht mehr vorhanden.“ Das Miteinander leben und miteinander lernen hat bei uns Vorurteile abgebaut und neue Horizonte aufgebaut.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die uns diese einzigartige Erfahrung ermöglicht haben. In erster Linie bedanken wir uns bei unserer Partnerklasse und ihrer Klassenlehrerin Frau Lienert.Ein weiterer Dank geht an alle unsere Lehrer,die uns das Projekt ermöglicht haben, besonders Frau Hägele, die das Projekt von Anfang an unterstützt und mit ins Leben gerufen hat. Ein Dankeschön der Abteilungsleiterin Frau Bihr, und den Ausbildungsbetrieben, welche uns finanziell durch Sponsorengelder unterstützt haben und auch denen, die uns durch Ihren Besuch bei der Veranstaltung beehrt haben.

Projekt 6
Projekt 5
Projekt 4
Projekt 3
Projekt 2
Projekt 1
Drucken