Justiz-KooperationBH

Lernortkooperation Justiz Ellwangen: Blaupause für das Land

Die Zusammenarbeit der Ellwanger Justizbehörden mit dem Kreisberufsschulzentrum in der dualen Ausbildung von Justizfachangestellten hat in Baden-Württemberg Modellcharakter. Unter Leitung von Elisabeth Hägele, Technische Oberlehrerin am KBSZ fand jetzt eine zweitägige Fortbildung in Ellwangen statt.mit Textverarbeitungslehrern aus den Ausbildungsstandorten des Landes, z. B. aus Heidelberg, Heilbronn, Karlsruhe, Stuttgart und Freiburg. Das Zusammenspiel von Ausbildungsbehörden und Schule war Thema und wurde auch über zwei Tage praktiziert.
Die Umsetzung einer guten Berufsausbildung für Justizfachangestellten trotz Ausbildungszeitverkürzung von 3 auf 2,5 Jahre gelingt nur bei gut organisierter Zusammenarbeit zwischen den Partnern. Dies zu planen, dann aber durch fachliche Unterstützung der Justizbehörden auch gleich in die Praxis umzusetzen war Aufgabe für die Fachgruppe. Nach entsprechenden Vorarbeiten standen jeweils im Anschluss die Ellwanger Behördenvertreter mit Fallbeispielen und Fachvorträgen zur Verfügung. Der Leitende Oberstaatsanwalt Freyberger, Amtsleiterin Birgit Link, Oberstaatsanwalt Oliver Knopp und Dr. Kathrin Plänker, Richterin am Amtsgericht und Lehrerin am KBSZ standen zur Verfügung. Organisationsstruktur der Gerichte und Staatsanwaltschaften, Bewerberauswahl und berufliche Anforderungen, aber auch der Anspruch auf eine effektive und rationelle Arbeitsweise durch den Druck der stetig ansteigenden Zahl von Verfahren wurden thematisiert.
Am Standort Ellwangen werden derzeit 23 junge Männer und Frauen zu Justizfachangestellten ausgebildet. Am Amtsgericht wurde die Gruppe von Direktor Strecker begrüßt und von Amtsinspektor Josef Müller, der seit 1983 mit viel Herz und Sachverstand die Ausbildung der Justizfachangestellten leitet, mit seinem ganzen Erfahrungsschatz betreut. Referate über die Weiterbildungsmöglichkeiten, Einstellungschancen und den Ausbildungsverlauf am Standort Ellwangen folgten, mit denen auch die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit der Justizbehörden und der Beruflichen Schule beschrieben wurde. Richter und Staatsanwälte sind auch am Lernort Schule als fachspezifisch Unterrichtende mit eingebunden – eine Kooperation am Justizstandort Ellwangen, die als landesweit vorbildlich gilt, zum Einwerben von Nachwuchskräften aber auch notwendig ist.

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